Ein weiterer japanischer Film der letzten Tage: Die Familie mit dem umgekehrten Düsenantrieb. Eigentlich beschreiben schon zwei Wörter den Film: Typisch japanisch.
Der Film handelt von einer typischen japanischen Familie (Vater, Mutter, To chter und Sohn), die in ein eigenes Haus in einer Vorstadt von Tokio einziehen. Bis auf die etwas komische Tochter, die von sich selbst in der dritten Person redet, ist der Film zu Beginn noch recht normal. Doch dann zieht der Opa, der vom Bruder des Vaters herausgeschmissen worden ist, mit ins Haus ein. Da das Haus über kein zusätzliches Zimmer für den Großvater verfügt, schläft er im Schlafzimmer der Eltern, während die Mutter ins Zimmer der Tochter zieht. Einige Konfliktsituationen sind natürlich die Folge hiervon. So kommt der Vater auf die grandiose Idee einen Keller unter dem Wohnzimmer zu buddeln (und ja hiermit ist wirklich buddeln! (durch den Paket und dann in den Boden) gemeint!!!). Hierbei stoßen sie auf feste Steine und Grundwasser. Eigentlich gipfelt der Film in seiner Verrücktheit an einem Morgen, an dem der Vater das gesamte Haus verriegelt und die gesamte Familie mit Gift umbringen will um sie zu heilen. Jetzt versuchen sich alle Familienmitglieder gegenseitig umzubringen. Allerdings vertragen sie sich irgendwann wieder und beschließen alle gemeinsam das Haus abzureißen und einen Neubeginn mit viel Platz unter einer Brücke zu wagen.
Klingt das verrückt? Bestimmt nicht SO verrückt, wie dieser Film tatsächlich ist. Aber so verrückt der Film auch ist, in ihm steckt tatsächlich die Gesellschaftskritik, über die in Zusammenfassungen des Filmes geredet wird. Wer skurile Filme mag oder Japan-Fan ist, sollte einmal einen Blick in diesen Film wagen.
Film: Die Familie mit dem umgekehrten Düsenantrieb
24 April, 2007 von iuno




