Film: Big Fish

Ein Film, dessen Regie Tim Burton übernommen hat, verspricht schon beinahe nur aus diesem Grund ein kleines Meisterwerk zu werden.  Auch “Big Fish” vermag diese Vermutung zu bestätigen: Hier ist den Machern ein phantasievolles und einfach schönes Filmmärchen gelungen und das, obwohl der Film eigentlich eine sehr traurige Thematik beschreibt:

Will Bloom hat zu seinem Vater kein besonders gutes Verhältnis und seit mehreren Jahren so gut wie keinen Kontakt zu ihm. Lieben tut er ihn schon, das ist nicht das Problem: Ed Bloom ist ein phantastischer Geschichtenerzähler, der es vermag die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen, obwohl offensichtlich ist, dass an den Geschichten nicht allzu viel Wahres dran ist. Sein Sohn Will allerdings hat ein Problem mit diesen Märchen: Als Kind hatte er seinem Vater zuerst die Geschichten abgekauft und sich mit zunehmendem Alter aber immer mehr gewünscht, sein Vater würde ihm einmal erzählen, wie bestimmte Dinge (wie z.B. den Tag seiner Geburt) tatsächlich abgelaufen sind. Da Will aber all diese Wahrheiten verborgen bleiben, hat er das Gefühl seinen Vater nicht zu kennen. Genau dies ist der Grund, der schließlich zum Bruch zwischen Vater und Sohn führt. Als jedoch der nahe Tod des Vaters bevorsteht, gibt sich Will einen Ruck und besucht seine Eltern einige Zeit lang, in der Hoffnung seinen Vater doch noch etwas näher kennenzulernen und die letzte Tage Ed’s einfach bei ihm zu sein.

Wie es die Beschreibung schon vermuten mag, wird auch der Zuschauer des Filmes nicht von Ed’s Version der Vergangenheit “verschohnt”. Doch gerade diese Rückblende über vergangene Ereignisse, wie Ed sie erlebt hat, machen den Flaire und die Schönheit des Filmes aus: Es handelt sich bei “Big Fish” eben um keinen Film, in dem der Inhalt im Vordergrund stehen würde und dennoch ist er, auf seine ganz eigene Weise, spannend. Insgesamt kann man “Big Fish” seine ganz eigene Atmosphäre zusprechen, die die ganze Familie, durch verschiedenste Facetten, begeistern kann.

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