Tokyo Reisetagebuch – 28.02.08

Durch die Zeitverschiebung wurden wir sehr früh wach und schalteten den Fernseher ein. Zu unserer Überraschung liefen dort auf BBC gerade die ZDF Nachrichten vom Vorabend.

Um 7:30 konnten wir dann, endlich, frühstücken gehen und genossen dort unser Frühstück auf japanische Art: Man bekam, Reis, getrocknete Algenblätter, sauer eingelegten Salat, Fisch und irgendeine Ei-Kreation. Lediglich der Fisch, der meistens noch Gräten enthielt, war mit den Stäbchen äußerst schwierig zu essen und somit schielten wir immer wieder neidisch auf den Japaner am Nebentisch, der ohne Probleme und in einem wahnsinnigen Tempo den Fisch mit seinen Stäbchen zuerst sezierte und danach aß. Naja, Übung ist hierbei wohl alles…

Nun wollten wir uns eigentlich mit dem Cousin einer japanischen Freundin treffen. Allerdings verspätete sich dieser und informierte uns darüber allerdings in einer E-Mail, die wir nicht bekamen.

Somit machten wir uns also alleine auf den Weg Tokyo näher zu erkunden. Wie es sich für Geeks gehört, besuchten wir zuallererst Akihabara, das Elektronik-Viertel. Hier gibt es seeeehr viele Elektronik-Läden (einer neben dem anderen). Zudem finden sich noch einige Schnellrestaurants und Spielhallen. Zu allererst gingen wir in eines der sehr großen Geschäfte. Dieses führte auf 6 Etagen jede nur erdenkliche Elektro-Abteilung mit riesiger Auswahl. Schließlich besuchten wir auch noch eines der Spielhallen, probierten aber keines der Spiele selber aus.

Mittags aßen wir in einem japanischen Restaurant ganz in der Nähe. Dieses erinnerte beinah an ein Labyrinth, da jeder Tisch in einem einzelnen “Raum” stand (besser gesagt, umringten den Tisch 3 Wände und anstelle einer Tür war eben die vierte Wand komplett weggelassen). Damit die Kellner hierbei niemanden übersehen konnten, befand sich unter jedem der Tische eine Klingel, mit der man den Kellner rufen konnte. Insgesamt schaffte die Architektur allerdings einiges an Privatsphäre, da man von den anderen Besuchern des Restaurants nicht allzu viel merkte.

Nach dem Mittagessen besuchten wir noch ein Anime-Center, in dem es neben Merchandise-Artikeln noch kurze Comic-Strips zu sehen gab.

Nun fuhren wir nach Roppongi um dort das Hard Rock Cafe zu suchen. Zuerst landeten wir allerdings in dem riesigen Einkaufskomplex Roppongi Hills. Hier gab es einige edle Geschäfte und die bekannten High-Tech Toiletten. Schließlich besuchten wir auch noch den Tokyo Tower. Von diesem, dem Eiffelturm ähnlichem Turm, der allerdings rot-weiß angestrichen war, genossen wir den Ausblick über Tokyo. Einfach herrlich. 🙂

Tokyo Tower

Ausblick Tokyo Tower

Abends besuchten wir Shibuya (eine Gegend die besonders im Nachtleben gerne besucht wird, aber auch viele Mode-Geschäfte besitzt) und wagten uns in das 109 Kaufhaus. In diesem gab es nämlich nur Frauen-Kleidung, die meistens sehr schrill, verrückt und gewagt waren. Die zu 99% weiblichen Besucherinnen erinnerten zudem eher an Models. Alles in allem, kein Ort an dem wir uns besonders wohl fühlten. Jedoch machten wir noch einen kurzen Abstecher in “109 for men”. Nein, falsch, hier gibt es nicht nur Männer-Klamotten, sondern auch einige Läden für Frauen: Beispielsweise Accessoire-Läden oder ein Hello Kitty Store mit einem knapp 3.000€ teurem Diamant-Glitter-Fahrrad.

2000Euro Hello Kitty Bike

Es schien mir beinahe so, als ob dies ein Laden sei, indem Mädchen ihre Freunde hinschleppen, um für ihn etwas modisch-verrückt-modernes zum Anziehen zu finden um danach von ihm mit Glitter-Ohrringen oder Handy-Schmuck beschenkt zu werden.

Unser Abendessen aßen wir in einem Curry-Haus und gönnten uns dann noch einen Matcha – Frappucino von Starbucks. Ich muss sagen dieser Frappucino schmeckt äußerst lecker. Schade, dass es diesen Frappucino nicht auch in Deutschland verkauft wird…. :-/

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