Tokyo Reisetagebuch – 02.03.08

Zum heutigen Frühstück probierten wir zum ersten Mal das westliches Frühstück, welches wir bis zum Ende unserer Reise beibehielten. Japanisches Frühstück ist zwar durchaus lecker, jedoch schmeckte uns das westliche Frühstück einfach besser. Es bestand aus zwei oder drei verschiedenen Brötchen, Marmelade, einer Ei-Variation, Fleisch (beispielsweise Schinken oder Würstchen), gebratenem Gemüse, Orangensaft, Salat (leider mit zum Frühstück ungenießbarer Knoblauch-Soße) und Obst.

Zuerst fuhren wir dann noch einmal nach Akihabara, wo ich mir kleine Miniatur Koch- & Ess-Sets kaufte und schließlich den EEE Pc von Asus (Artikel hierzu folgt noch). Danach machten wir einen Zwischenstopp bei Starbucks, bevor wir schließlich das Takashimaya Kaufhaus besuchten, welches auf 14 Stockwerken allerhand Artikel bereit hält. Zuerst besuchten wir den Restaurant Park um dort ein geeignetes Lokal für das Mittagessen zu suchen. Uns fiel dabei auf, dass sich vor den meisten Restaurants recht lange Wartereihen (für die Wartenden standen sogar extra Stühle bereit) befanden. Wir entschieden uns schlussendlich für ein Fisch-Restaurant und aßen dort norwegischen Lachs, Nudeln mit Königskrabben und Weisswein für keine 30€. Zudem war das Essen wirklich hervorragend. Hier wurde uns zum ersten Mal bewusst, wie preiswert das Essen und besonders der Fisch in Japan eigentlich ist. Dies ist aber auch darauf zurückzuführen, dass die Restaurants Mineralwasser kostenlos zur Verfügung stellen, dieses wird dann auch, selbstverständlich, regelmäßig nachgeschenkt. Somit entfallen in den allermeisten Fällen schon einmal die Getränke-Kosten. Meist fragen die Kellner gar nicht erst nach Getränke-Wünschen und Karten in anderen Sprachen enthielten sehr oft gar nicht erst eine Getränke-Karte.

Nach dem Mittagessen besuchten wir die restlichen Etagen des Takashimaya Kaufhauses. Zwischendurch machten wir einen Zwischenstopp an einem Fruchtladen und aßen dort frisch zubereiteten Obstsalat, der vor unseren Augen hergestellt worden war. Schließlich besuchten wir noch die 7 stöckige, direkt an das Kaufhaus angrenzende Buchhandlung, die auch eine halbe Etage mit fremdsprachiger Literatur führte. Hier konnte man sogar mehrere Regale deutsche Literatur finden. Hier kaufte ich mir zwei telefonbuchdicke Mangas für umgerechnet 3€ (dafür lohnt sich schon der Japanischunterricht, wenn man die Preise für übersetzte Mangas bedenkt) und die Fortsetzungsteile meiner Japanisch-Lehrbücher, da diese für 1/3 des Preises (auch mit deutschem Grammatik-Teil) erhältlich waren.

Zum Abendessen wollten wir nun endlich einmal wissen, wie wohl Pizza in Japan schmeckt. Wir malten uns zuvor aus, dass diese bestimmt ungenießbar sei, aber wir wurden eines besseren belehrt: Die Pizza war sehr lecker und man konnte zwischen amerikanischer und italienischer Art wählen. Lediglich die Sorten waren etwas anders, da die meisten von ihnen Fisch enthielten.

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