Hochzeitsvorstellungen

Wenn man an Hochzeiten und Heiraten denkt, kommen einem bestimmt folges Bild in den Sinn: Ein wunderschönes Brautkleid, ein schicker Anzug für den Bräutigam, Romantik, in Form von verschiedensten Blumen und Verzierungen. Aber natürlich sollte das Ganze nicht zu kitschig wirken: Lieber bleibt man bei schlichten Pasteltönen, Weiß oder vielleicht Creme-Farbe. Ja, schlicht, elegant und gleichzeitig pompös. Die wichtigsten Freunde und Verwandte sitzen in eleganter Kleidung in der Kirche bzw. dem Standesamt. Die Braut schreitet den Mittelgang entlang, während “ihr” Bräutigam sie schon sehnlichst erwartet und vom Anblick “seiner” Braut im ihm noch unbekannten Hochzeitskleid völlig begeistert und überrumpelt zu gleich ist. Eine kirchliche und/oder standesamtliche Trauung folgt. Die immer selben Worte, die man schon oft im Fernsehen gehört hat, das Ringetauschen, die Glückwünsche der Verwandten und Freunde, der übliche Ablauf eben. Nun ist es vollbracht, der Abschnitt in ein neues Leben als “Mann und Frau” beginnt. Mit einem schicken Auto oder einer Kutsche fährt das Brautpaar zu einem beinahe königlichen Ort um dort bei vorzüglichem Essen und Tanz zusammen mit den Freunden und Bekannten das Eheversprechen zu feiern.

Ja, so in etwa mögen wohl die meisten Vorstellungen über den großen Tag der Hochzeit bei vielen Menschen aussehen. Im Grunde ist an diesem Ablauf auch bestimmt nichts falsch und der Tag wird einem sicherlich als außergewöhnlich in Erinnerung bleiben. Aber mal ehrlich, bei den Zahlen der Scheidungen heutzutage kann man das “Bis, dass der tTod euch scheidet” doch nicht mehr wirklich ernst nehmen. Und dann erst das “Ja, ich will”. Worte, nichts als Worte, die der ein oder andere sicherlich schneller sagt, als er sie meint. Wo bleibt bei diesem Ablauf das Zeigen des festen Willens, dass man wirklich bereit ist sich um diese Ehe zu bemühen, sodass “Bis, dass der Tod euch scheidet” keine hüllenlose Floskel, die der Pfaffer nun eben so zu sagen hat. Wie kann man solch einen, so endlosen Lebensabschnitt wie die Ehe (zumindest sollte es so sein: Bei allem Willen und allem Glauben, sowie Denken, dass dies der gewählte Partner für den Rest des Lebens ist, kann es natürlich dennoch passieren, dass man sich auseinander lebt und eine Scheidung schlussendlich nicht nunausweichlich ist).

Mir persönlich fehlt in diesem Standard-Ablauf einer Hochzeit die Komponente auch wirklich etwas für diese Eheschließung tun zu müssen. Schließlich besteht das Zusammenleben mit einem anderen Menschen aus Kompromissen und dem gemeinsamen Überstehen von schwierigen Lebenssituationen.

Mit dieser Vorüberlegung kam ich zu folgender “idealen” Hochzeit:

Eine Besteigung des Mr. Fuji in Japan. Als ungeübter Bergsteiger ist solch eine Bergbesteigung sicherlich eine Herausforderung. Eine Extrem-Situation, die es gemeinsam als Paar zu überwinden gilt, und die somit symbolisch für das Überwinden von Schwierigkeiten in der gemeinsamen Zeit als Ehepaar steht. Gut, Berge besteigen könnte man auch sonst wo und es gibt sicherlich noch viele weitere Beispiele für Extrem-Situationen, die man gemeinsam überwinden könnte. Warum also gerade der Mr. Fuji in Japan. Nun, zum einen bin ich ein absoluter Japan-Fan, weshalb also ein Berg in Japan naheliegend ist. Zum anderen gibt es ein schönes Sprichwort über das Besteigen des Fuji’s: “He who climbs Mount Fuji once is a wise man, he who climbs it twice is a fool”. Ein Sprichwort, was man auch gut auf eine Ehe übertragen könnte. Schließlich ist man ja danach bestrebt nur ein einziges Mal zu heiraten und in die Situation einer Scheidung nicht zu geraten.

Somit gefällt mir die gesamte Symbolik, die solch eine Art der Hochzeit für sich hat, sehr, sehr gut: Es wäre sicherlich eine individuelle Hochzeit mit einer starken Symbolik von genau dem, was für mich die wichtigsten Punkte in einer guten Ehe sind.

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