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Archive for the ‘Film Review’ Category

Free Rainer ist eine Mediensatire und eigentlich ein “Hacker”-Film, obwohl der Film eigentlich gar nichts mit Computern & Technik zu tun hat. Warum ich diesen Film dennoch als Hacker-Film bezeichne, versuche ich zuerst zu erläutern: In “Free Rainer” gelingt, was in vielen “richtigen” Filmen, in denen Leute tatsächlich Computer-Hacks durchführen, nicht richtig übermittelt werden kann: Das worauf es beim Hacken viel mehr ankommt, nämlich die Einstellung und Atmosphäre.
Jetzt, wo ich versuche, diese “Atmosphäre”, die der Film übermittelt, beschreiben zu wollen, bemerke ich, dass es gar nicht so leicht ist, für eben diese Beschreibung die richtigen Worte zu finden. Ich hoffe, dass mein Versuch einer Erklärung, warum Free Rainer für mich DER Hacker-Film ist, dennoch verständlich ist.
Somit ist der Film, neben seiner lustigen, zum Denken anregenden Storyline und einer (leider nicht ganz so unrealistischen) Dystopie-Ausgangssituation, super geeignet um Personen, die keine oder nur wenig Ahnung von Computern haben, die Frage zu beantworten, was denn nun genau ein Hacker ist.

Nun möchte ich einige Worte zum Inhalt des Filmes verlieren: Als Moderator der anspruchslosen Fernsehshow “Hol dir das Superbaby”, eine Art “Herzblatt”-Show, in der allerdings der Gewinner über die Qualität seiner Spermien bestimmt wird, genießt Rainer den großen Erfolg seiner Show und sein daraus resultierendes hohes Ansehen in vollen Zügen. Als jedoch eine junge Frau namens Pega sein Auto rammt, beginnt er umzudenken: Eines seiner Tv-Programme trieb nämlich Pega’s Großvater in den Selbstmord. Somit versucht er eine anspruchsvollere Show zu starten. Die mehr als schlechten Quoten dieser neuen Sendung läuten jedoch schnell ihr Ende ein. Doch Rainer gibt nicht auf und erforscht, wie die Quoten überhaupt zu Stande kommen. Als sich heraus stellt, dass die Quoten tatsächlich stimmen und keine Verschwörung für diese zuständig ist, entwickelt sich die Idee, die nicht passende “Welt” einfach passend zu machen. An diesem Punkt fängt die Geschichte nun erst so richtig an. Jedoch möchte ich nicht mehr vom Inhalt verraten und rate lieber zum Selbst anschauen des Filmes. Wer dennoch mehr über den Inhalt erfahren will, kann beispielsweise in der Wikipedia eine detaillierte Inhaltsangabe erhalten.

Kommen wir also nun zu einer genaueren Bewertung: Ja, nicht alles ist an diesem Film so perfekt, wie es nach meinen Ausführungen vielleicht zu vermuten wäre: Es gibt einige Logikfehler, stellenweise hätte man die Geschichte sicherlich noch besser machen können, aber dennoch bleibt ein richtig guter Film, der neben tiefgründiger, zum Denken anregenden Story, lustig sowie unterhaltsam ist und das Anschauen einfach Spaß macht. Wirklich überragende Witze gibt es jedoch eigentlich nicht. Es ist eher die Atmosphäre und die durch den Film angeregte eigene Vorstellungskraft, die den Film so überaus lustig und überragend macht.

Fazit: Sicherlich ein Film, über den man geteilte Meinungen sein kann. Ich denke, man wird diesen Film entweder lieben oder das genaue Gegenteil. Wer Verschwörungstheorien, Utopien bzw. Dystopien mag, zum Denken angeregt werden will und intelligente Unterhaltung sucht, ist mit diesem Film sicherlich richtig beraten.

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Film: Big Fish

Ein Film, dessen Regie Tim Burton übernommen hat, verspricht schon beinahe nur aus diesem Grund ein kleines Meisterwerk zu werden.  Auch “Big Fish” vermag diese Vermutung zu bestätigen: Hier ist den Machern ein phantasievolles und einfach schönes Filmmärchen gelungen und das, obwohl der Film eigentlich eine sehr traurige Thematik beschreibt:

Will Bloom hat zu seinem Vater kein besonders gutes Verhältnis und seit mehreren Jahren so gut wie keinen Kontakt zu ihm. Lieben tut er ihn schon, das ist nicht das Problem: Ed Bloom ist ein phantastischer Geschichtenerzähler, der es vermag die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen, obwohl offensichtlich ist, dass an den Geschichten nicht allzu viel Wahres dran ist. Sein Sohn Will allerdings hat ein Problem mit diesen Märchen: Als Kind hatte er seinem Vater zuerst die Geschichten abgekauft und sich mit zunehmendem Alter aber immer mehr gewünscht, sein Vater würde ihm einmal erzählen, wie bestimmte Dinge (wie z.B. den Tag seiner Geburt) tatsächlich abgelaufen sind. Da Will aber all diese Wahrheiten verborgen bleiben, hat er das Gefühl seinen Vater nicht zu kennen. Genau dies ist der Grund, der schließlich zum Bruch zwischen Vater und Sohn führt. Als jedoch der nahe Tod des Vaters bevorsteht, gibt sich Will einen Ruck und besucht seine Eltern einige Zeit lang, in der Hoffnung seinen Vater doch noch etwas näher kennenzulernen und die letzte Tage Ed’s einfach bei ihm zu sein.

Wie es die Beschreibung schon vermuten mag, wird auch der Zuschauer des Filmes nicht von Ed’s Version der Vergangenheit “verschohnt”. Doch gerade diese Rückblende über vergangene Ereignisse, wie Ed sie erlebt hat, machen den Flaire und die Schönheit des Filmes aus: Es handelt sich bei “Big Fish” eben um keinen Film, in dem der Inhalt im Vordergrund stehen würde und dennoch ist er, auf seine ganz eigene Weise, spannend. Insgesamt kann man “Big Fish” seine ganz eigene Atmosphäre zusprechen, die die ganze Familie, durch verschiedenste Facetten, begeistern kann.

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Film: Ratatouille

“Ratatouille” heißt das neue Animations-Werk von Pixar. Hierbei handelt es sich um einen Film, der nicht nur für die ganze Familie geeignet ist, sondern die ganzen 110 Minuten lang gut unterhalten kann.

Inhaltlich geht es in “Ratatouille” um die Ratte Remi, die irgendwie etwas anders ist, als andere Ratten: Sie ernähert sich nämlich nicht, wie diese, von Abfällen, sondern liebt kulinarische Köstlichkeiten. Doch seine Vorliebe führt schließlich dazu, dass die ganze Ratten-Familie aus ihrem alten Zuhause fliehen muss. In der Kanalisation verliert Remi seine Familie und ist fortan auf sich alleine gestellt. Welch Glück, dass er zufällig in Paris in der Nähe des Restaurants seines verstorbenen Meisterkoch-Idols landet. Dort rettet er den Küchenjungen Linguini vor dem Rauswurf, indem er die von dem Küchenhelfer Linguini verwürzte Suppe durch Zugabe einigen Zutaten zu solch einer leckeren Köstlichkeit verfeinert, dass der Küchenchef Skinner Linguini sogar zum Koch befördert. Dumm nur, dass dieser absolut keine Ahnung vom Kochen hat…

Klar, die Story erinnert an einen Kinderfilm, was “Ratatouille” letztendlich wohl auch irgendwo ist, kann aber dennoch überzeugen und sogar gewisse Spannung erzeugen. Letztendlich sind es aber doch die Atmosphäre, der Witz und die Charakteristik der Personen (und Ratten), die diesen Film zu einem unerlässlichen Bestandteil eines unterhaltsamen Kinoabends machen.

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Film: Steal It If You Can

Heute schreibe ich wieder einmal über einen asiatischen Film, genauer gesagt handelt es sich bei “Steal It If You Can” um einen südkoreanischen Film.

Der Film ist eine Komödie, welche allerdings jede Menge Gesellschaftskritik, sowie Kampfszenen, beinhaltet. Inhaltlich geht es um den Familienvater Sang-Tae, der zwar in einem großen Haus, mit wunderschöner Frau und zwei Kindern wohnt, aber darunter leidet, dass ihm seine Familie nicht allzu Respekt entgegen bringt. Als auch noch ein Einbrecher, der bekannte Computerspieleprogrammierer Kang-jo, jede Nacht in das Haus einbricht (sein Ziel hierbei ist es nicht irgendetwas zu entwenden, sondern viel mehr die Sicherheitssysteme zu überwinden), droht der Konflikt zwischen Sang-Tae und seiner Familie  zu eskalieren.

Der Film ist wirklich empfehlenswert, da er nicht nur durch eine skurrile Story, sondern auch durch seine Charakterdarstellung bzw. -entwicklung überzeugen kann. Gegen Ende wird der Film sogar, auf seine eigene Art und Weise, richtig romantisch und beinahe süß.

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Film: Idiocracy

Die beiden “Verlierertypen” Rita und Joe werden Versuchskaninchen beim Pentagon, deren neueste Erfindung ist nämlich eine Maschine mit der Soldaten in Friedenszeiten eingefroren werden sollen, um sie dann, bei Bedarf, jederzeit wieder erwecken zu können. Um die intakte Arbeitsweise der Maschine zu testen, sollen Rita und Joe gegen hohe Geldsumme für 10 Jahre eingefroren werden. Nur leider werden die beiden vergessen und erwachen so 500 Jahre später. In “ihrer” Welt als Verlierertypen angesehen, ist es für die Beiden eine völlig neue Erfahrung in der Zukunft die intelligentesten Menschen der Welt zu sein.

 

Ja, die Idee als solche klingt wirklich mal nach einer vielversprechenden Dystopie. Wenn da nicht die miserable Umsetzung den Film leider nicht allzu empfehlenswert machen würde und der Film gegen Ende leider arg vom Dystopie-Thema abkommt, zu sehr mit dem beinahe tödlichen Schicksals von Joe und Rita beschäftigt ist und insgesamt gegen Ende fast schon langweilig ist. Wer die Idee allerdings interessant findet und den Film zufällig in der Videothek findet, sollte dennoch zugreifen und ihn zumindest einmal anschauen.

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Man nehme: Gute Schauspieler, britischen Humor, sehr verschiedene und teilweise schräge Charaktere, ein Ereignis was humorvoll dargestellt werden kann und die Verkettung “unglücklicher” Zufälle. Was man erhält? Ganz einfach: Einen sehr lustigen und unterhaltsamen Film, wie z.B. “Sterben für Anfänger”.

 

Doch, worum geht es in “Sterben für Anfänger” eigentlich? Wie man aufgrund des Titels schon annehmen kann, handelt der ganze Film von einer Beerdigung. Doch, schon zu Beginn geht alles schief: Die Leichenbestatter bringen nämlich die falsche Person, was Daniel (der Sohn des Verstorbenen) bei einem letzten Kontrollblick in den Sarg feststellt. Da die Gäste allerdings noch nicht anwesend sind, kann der Sarg immerhin rechtzeitig ausgetauscht werden. Jedoch ist dies nur der Anfang, da die Gäste der Beerdigung ebenfalls für viele lustige Situationen sorgen: Besonders Simon, der Verlobte der Cousine von Daniel, der vermeintliches Valium schluckt, was sich später als Droge herausstellt und sich dadurch mehr als peinlich verhält. Doch auch der Liliputaner, der niemandem bekannt ist und auch von keiner Person eingeladen worden ist, ist hauptverantwortlich für einige lustige Situationen, die Daniel allerdings in die Verzweiflung treiben.

 

Wie in der Einleitung beschrieben, ist der Film sehr lustig, ein richtiger Klamauk-Film eben. Eine richtige Story existiert eigentlich nicht, vielmehr besteht der Film aus einer Verkettung von Ereignissen, die durch das Zusammenspiel der unterschiedlichen Charaktere entstehen. Kurzum, wer schwarzen Humor mag, wird diesen Film lieben und, wenn gleich er auch keinen Kult-Charakter besitzt, unterhaltsam ist er in jedem Fall.

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Kann man aus einer eigentlich guten Idee (und einer unterhaltsamen, lustigen Vorlage in Form eines Zeichentrickfilmes) einen richtig schlechten Film machen? Ich habe es immer befürchtet und dieser Film ist der Beweis: Oh ja, man kann!

Erstmal vorweg: Ich mag die Asterix Zeichentrickfilme und ganz besonders “Asterix & Kleopatra”. Deshalb dachte ich mir, wenn die Realverfilmung schonmal im Fernsehen kommt, dann könnte man ja wenigstens mal einen Teil anschauen und ich entschied mich also für meinen Lieblingsteil mit Kleopatra.

Die ersten paar Minuten begangen zwar schon ziemlich langweilig und nicht in gewohnter Atmosphäre, die man aus den Zeichentrickteilen bekannt ist, doch ich wollte dem Film immerhin eine Chance geben. Aber ich muss sagen: Der gesamte Film ist langweilig und die besonders lustigen Stellen aus der Zeichentrickvorlage (z.B. das Lied bei dem der vergiftete Kuchen erstellt wird und auch die Piraten tauchen nur sehr kurz auf) sind, unverständlicher Weise,  weggelassen worden. Die stattdessen neu hinzugefügten “Witze” (wenn man sie denn überhaupt so nennen kann…) und Anspielungen (z.B. Vodafonix oder der Piratenkapitän mit “Ich bin der König der Welt”) sind äußerst schlecht und nicht mal ansatzweise witzig. Es gibt auch einige neu hinzugefügte Inhalte, die allerdings genauso wenig überzeugen können, wie die vermeintlichen Witze. Wie es jemand geschafft hat, aus so einer guten Vorlage, solch einen miserablen Film zu produzieren (trotz durchaus hochkarätiger Schauspieler, die das grundsätzliche Konzept aber auch nicht mehr retten können) ist mir wirklich schleierhaft.

Meine Empfehlung: Bevor man sich diese Realverfilmung (ich gehe mal davon aus, die anderen Teile werden ebenfalls grottenschlecht sein) antut, sollte man wirklich lieber auf die Zeichentrickfilme zurückgreifen. Und wer diese schon kennt? Der sollte die Realverfilmungen erst Recht nicht anschauen…

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